Auch der Hausschwamm ist ein Pilz, der sich bei dauerhafter Feuchtigkeit äußerst wohl fühlt und rasant vermehrt. Hat er sich erst in einem Gebäude eingenistet, werden die Sanierungsmaßnahmen äußerst aufwendig. Zu unterscheiden ist zwischen dem Wilden und dem Echten Hausschwamm (Serpula lacrymans). Letzterer wird auch als Mauerfraß bezeichnet, kommt wesentlich häufiger vor und ist zudem deutlich aggressiver.
Der Hausschwamm bewächst nicht nur Mauern und Putzbereiche, sondern durchdringt diese vollständig mit seinem Geflecht. Bauteile aus Holz, wie zum Beispiel tragende Balken, Leisten, Holzböden, Türen und Zargen, werden durch das watteartige Geflecht vollständig zersetzt. Zurück bleibt nur eine bröckelige, braune Substanz. Der Hausschwamm macht sich häufig erst bemerkbar, wenn er bereits weit fortgeschritten ist. Er beginnt oftmals auf der Rückseite der Balken und breitet sich rasant aus.
Sein Gefahrenpotenzial ist exorbitant. Bereits nach wenigen Wochen, bei permanenter Feuchtigkeit, beginnen die Pilzsporen zu keimen und bilden ein watteartiges Geflecht. Das Austrocknen alleine reicht bei diesem tückischen Pilz nicht aus. Bei Trockenheit verfällt er in eine sogenannte Trockenstarre und kann jederzeit wieder aktiv werden. Hier hilft nur eine gründliche Schimmelpilzsanierung durch einen qualifizierten Fachbetrieb.